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Die Waldkapelle
Die Kapelle wurde laut mündlicher Überlieferung von einem Zeller Bauern an der Ortsgrenze neben der Straße von Neufahrn nach Zell
errichtet. Sie sollte die Ansteckung mit der Pest verhindern, nachdem im Jahr 1634 die Mehrheit der Bewohner von Neufahrn deren Opfer wurde. Später wurde die Kapelle, wohl aus Kostengründen, der Ortschaft Neufahrn
vermacht. Bei der Errichtung der politischen Gemeinden ging deren Besitz in Gemeindebesitz über.
Die Kapelle, die ursprünglich zu Ehren der schmerzhaften Muttergottes errichtet wurde und deren
Votivtafeln von vielen Gebetserhörungen zeugen, ist auch heute noch gut besucht, wenngleich leider fast die gesamte Ausstattung erfurchtslosen Dieben zum Opfer gefallen ist.
Heute befindet sich in der Kapelle ein sehr schöner, nicht gefasster Gipsabdruck der Ignaz-Günther Hausmadonna von einem im 19. Jahrhundert
abgebrochenen Haus am Marienplatz in München, nach dem verschollenen Original um 1772. Der Gipsabguss zeigt im Profil den in ein Medaillon hinein komponierten, in halber Seitenansicht wiedergegebenen Oberkörper Mariens, die beiden
Hände überkreuzend auf die Brust gelegt. Das vom Kopftuch umrahmte Antlitz mit fast geschlossenen Augen und dem leicht geöffneten Mund ist enface gedreht. Um das Madonnenhaupt legt sich
ein – nur angedeuteter – kleiner Strahlenkranz, der von dem größeren 12-Sternenkranz umgeben ist.
Zu beiden Seiten des Madonnenmedaillons haben im Jahr 2003 Frauen aus der Gemeinde Schäftlarn
als Ersatz für die sich früher dort befindenden Heiligenfiguren zwei Altarpyramiden mit den 4 Ortspatronen unserer Gemeinde in sehr schöner Klosterarbeit geschaffen.
Die Kapelle steht unter dem Schutz einer mächtigen Buche, die einen Umfang von mehr als sechs Meter
aufweist. Sie ist vielleicht schon zur Bauzeit gepflanzt worden.
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